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Wie Rituale Deiner Kreativität helfen können

Viele haben für ihren Alltag Rituale, wie morgens erstmal duschen und Kaffee kochen. Der tägliche Ablauf ist einstudiert und läuft, wie von selbst. Das ist auch fürs kreative Tun sinnvoll. Kreativ-Rituale helfen vielen Schaffenden ihre Projekte zu beginnen. Sie können auch helfen, Blockaden zu lösen und die Hemmung nehmen, mit einer Sache anzufangen.

Ein wiederkehrender Ablauf hilft Dir, den Schalter von Alltag auf Kreativität umzustellen und in Deinen FLOW zu kommen. Rituale schaffen eine Infrastruktur, die Dir als helfendes Gerüst dienen soll, mit dem Ziel, das zu manifestieren, was Du letztendlich erreichen willst. Sei es das Malen oder Schreiben oder eine andere Art kreativ zu sein.

Ich stelle Dir heute einige Rituale vor, die MIR helfen, diesen Übergang locker hinzubekommen, wenn ich z.B. malen möchte. Seit ich diesem „Plan“ folge, lasse ich meine tägliche Routine leichter hinter mir und bin ganz im Augenblick und bereit etwas zu erschaffen.

Meine Rituale:

  1. Sobald ich im Atelier ankomme, zünde ich ein Räucherstäbchen an. Ich mag den Duft und er erinnert mich an meine Grundschullehrerin, die immer nach ihnen roch. So versetzt mich das auch immer ein bisschen in meine Kindheit und ich fühle mich bereit zum „Spielen“.
  2. Ich öffne meine Lieblingsplayliste auf Deezer. Sie heißt nicht umsonst „always possible“, denn da sind wirklich nur meine aller-allerliebsten Songs drauf und ich habe immer gute Laune, wenn ich sie höre.
  3. Ich hole mir einen Kaffee und trinke ihn aus einer schönen selbstentworfenen Tasse.
  4. Ich schaue ein Foto meiner verstorbenen Tante an, als sie jung war und fröhlich und das führt dazu, dass ich meine Zeit zu schätzen weiß und hindert mich daran, diese mit Grübeleien zu verschwenden.
  5. Meine Maljeans anziehen. Die ist voller bunter Farbkleckse und mit ihr schlüpfe ich in die „Rolle“ der Künstlerin, ich trage sozusagen das passende Kostüm!
  6. Handy auf stumm schalten.
  7. Ich gebe mir 10 Minuten Zeit, um alle Materialien auf meinem Ateliertisch auszubreiten und sie zu betrachten. Ich bin dankbar, dass ich sie habe. Dann setze ich mich zu ihnen und fange einfach an, irgendwas in mein Skizzenbuch zu zeichnen oder ich mache meine bunten Kreise, eine Malmeditation.

Diese Liste habe ich auf ein Blatt Papier geschrieben und unterschrieben, sie ist ein Vertrag mit mir selbst, ein Leitfaden und eine Übung zugleich. Mit ihr verstärke ich bestimmte Verhaltensweisen und muss nicht jedes Mal überlegen, was ich als nächstes tun soll.

Ritual-Liste

Überlege Dir nun in Ruhe, was Dir helfen kann, Dich in Dein Kreativ-Mindset zu versetzen. Schreibe alles auf, was Dir einfällt. Ist es das hören eines Podcasts über Künstler? Oder sind es Duftkerzen? Der Autor Jack Kerouac achtete darauf, neun Mal den Boden zu berühren, bevor er sich zum Schreiben hinsetzte. Vielleicht möchtest Du erstmal eine Runde tanzen oder meditieren? Was es auch ist, schreib es erstmal auf.

Wie immer geht es doch um Lebensfreude durch Kreativität. Irgendwann backt sich der Kuchen wie von selbst! Dein aus Deiner Liste entstandenes „Rezept“ wird Dir mit der Zeit ins Blut übergehen und Du wirst Dank Deiner persönlichen „Gebrauchsanweisung“ nicht mehr darüber nachdenken müssen, ob es sich lohnt kreativ zu sein, oder ob es der richtige Zeitpunkt ist oder was es auch immer ist, was Dich blockieren mag. Der Schaffensprozess kann beginnen….

Probier`s mal aus und hab Spaß dabei!


Kreative Grüße aus dem Atelier,

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