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5 Ideen, mit denen Du kreative Blockaden besiegst

Neulich habe ich über die Vorteile kreativer Rituale geschrieben und wie sie uns helfen können, sicherer ins kreative Tun zu kommen. Heute möchte ich Dir Ideen zeigen, wie Du kreative Blockaden auflösen kannst. Denn die haben alle Schaffenden ab und an. Statt aufzugeben oder frustriert zu sein, kannst Du mit diesen Methoden am Ball bleiben und trotz Blockade ( Ideenlosigkeit, Zweifel, Ratlosigkeit) kreativ sein und zu neuen Ideen gelangen, die Dir sonst vielleicht nie in den Sinn gekommen wären. Am wichtigsten ist aber, dabei Spaß zu haben!


1. Spaziergang

Julia Cameron beschreibt in ihrem Buch „Der Weg des Künstlers“ wie gut es tut, einfach mal ohne Grund und Ziel Spazieren zu gehen. Das befreit den Geist und man betrachtet die Welt mit anderen Augen. vielleicht begegnest Du einem Eichhörnchen oder einer Katze, oder Dir fallen plötzlich die vielen Farben im Frühling auf und diese inspirieren Dich, Deine Farbpalette zu ändern. Gehe einfach mal raus und schau Dich um, vieles ignorieren wir normalerweise auf dem Weg von A nach B wenn wir unser Haus verlassen. Unsere Umgebung ist aber ein Quell der Inspiration, wenn wir sie bewusster wahrnehmen. Komm dann nach Hause und schreibe auf, was Dir in Erinnerung blieb. Vielleicht entwickelst Du genau daraus Deine nächste Idee.

Frühlingsfarben von meinem Spaziergang

2. Drei magische Gurkengläser

An manchen Tagen sitzt man vor einem weißen Blatt Papier und denkt, was soll ich jetzt machen? Die Ideen kommen einfach nicht, oder es tritt das Gegenteil ein, es gibt sooo viele Ideen, womit soll man nur anfangen? Hier kommen die 3 magischen Gurkengläser ins Spiel! Ich nenne sie so, weil es wirklich jedes Mal magisch ist, wie gut das klappt.

Bereite Dir 3 Einmachgläser vor ( oder Schachteln, je nachdem, was Du zur Hand hast), beschrifte das erste Glas mit dem Wort MEDIUM: schreibe auf je einen kleinen Zettel, alles, was Dir zur Verfügung steht an Utensilien: Bleistift, Kugelschreiber, Filzstifte, Wasserfarben, Klebeband, Buntstifte usw. kurzum, alles was Dir an Material zur Verfügung steht. Fülle Dein erstes Glas damit.

Aufs zweite Glas schreibst Du nun das Wort MOTIV: hier kommen Zettelchen rein mit Ideen für Motive, wie, Dreieck, Kreis, Quadrat, Mond, Blumen, Streifen, Wellen, Punkte, Kleckse, Regenbogen usw.

let the magic happen!

Aufs dritte Glas schreibst Du FARBE: jede Farbe, die Dir zur Verfügung steht, kannst Du nehmen und aufschreiben oder Du nimmst Deine Lieblingsfarben.

Falte alle Zettel, damit Du nicht schon vorher siehst, was drauf steht, wenn es darum geht, welche aus dem Glas zu fischen, denn DAS ist es ja, was uns hilft kreativ zu handeln, das Kombinieren neuer Dinge!

Wenn du das nächste Mal ratlos bist und nicht weißt, was Du kreieren sollst, nimm aus jedem Glas einen Zettel heraus und mach was draus. Die magischen Gurkengläser machen die Arbeit für Dich, Du musst ihnen nur folgen.


3. Zwei Hälften Collage

Für diese Übung brauchst Du einen Stapel Zeitschriften oder Kataloge, es ist egal welche, die Hauptsache ist, Du hast eine kleine Auswahl an Motiven, die Du herausnehmen kannst. Du kannst auch ältere eigene Werke nehmen, die Dir nicht so gefallen haben und die Du nicht wirklich magst. Wähle 6 Motive aus ( das reicht für 3 Collagen). Schneide die Motive aus und nochmal immer genau in der Mitte durch. Kombiniere sie dann so, dass Du jeweils 2 Hälften neu zu einender bringst. Klebe sie auf einen Papierbogen und lasse Dich inspirieren!

Meine 3 fertigen Kombinationen

4. Würfelspiel

Ähnlich den Gurkengläsern entscheidet hier der Zufall, wie Dein Projekt entstehen wird. Hierfür brauchst Du einen Würfel. Der Künstler Gerhard Richter hat eine Serie von „Zufallsbildern“ gemalt. Das machen wir mit dieser Übung auch und ordnen den Zahlen auf dem Würfel je eine Farbe zu.

Entscheide, welche 6 Farben Du nehmen möchtest und würfle nun die Reihenfolge der Farben für Deine Quadrate, Kreise oder Linien, die Du nebeneinander malst. Was Du malst, das ist ganz Deinem Geschmack überlassen. Vielleicht inspiriert Dich mein Tutorial “ Einfache Kreise malen“ . Die Übung macht sehr viel Spaß und nimmt Dir die Entscheidung ab, ob diese oder jene Farbe zueinander passt. Manchmal entstehen dadurch tolle neue Ideen für Muster und Kleidung etc.

die aneinander liegenden Farben hat der Würfel ergeben

„Jede Farbe passt zu jeder“, ist Gerhard Richter überzeugt. Und so sehen wir das auch!


5. Der Warhol Trick

Auch hier lassen wir uns von einem Künstler inspirieren. Andy Warhol, der große Pop-Art Künstler, arbeitete gerne in Serien, die er in unterschiedlichen Farben darstellte. Jeder kennt zum Beispiel seine vielen Marilyn Monroes, immer das gleiche Portrait aber in zahlreichen Farben. Da wir uns nur von Warhol inspirieren lassen, und ihn nicht kopieren, machen wir es etwas anders.

Du brauchst 4 schwarz-weiß Fotokopien vom selben Motiv ( am besten ein Portrait, es kann aber auch etwas anderes sein).

4 Stifte, Fotokopien und die fertige Übung

Lege Dir die Kopien nebeneinander und entscheide Dich für 4 Farben. Male auf jede Kopie jeweils ein paar Elemente in einer anderen Farbe aus, und auf den nächsten Fotokopien dann andere. Wenn Du also auf dem ersten Blatt den Mund ausgemalt hast, dann kannst Du ihn auf den folgenden nicht mehr ausmalen ( siehe Foto). Diese Einschränkung führt dazu, dass Du Dich auf Neues fokussieren kannst, nach Möglichkeiten suchst, Deine 4 Farben anderswo einzusetzen. Letztendlich entstehen so 4 völlig unterschiedliche Werke, die alle dasselbe Motiv und die eingeschränkte Farbpalette verbindet. Daraus entstehen immer neue Impulse, die Du dann in Dein eigenes kreatives Werk übersetzen kannst.


Bonustipp: Lesen! Wenn es mal so gar nicht laufen will, dann schnapp Dir doch ein inspirierendes Buch. In meinem Blogbeitrag „10 Buchtipps für Kreative“ findest Du bestimmt das passende, um in Deinen Flow zu kommen.

Lebensfreude durch Kreativität ist machbar,

liebe Grüße aus dem Atelier,

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