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In nur 2 Stunden zum eigenen Blockprint Shopper!

Ich habe mir aus einem großen langweiligen Stoffbeutel einen schönen und geräumigen Shopper im mediterranen Stil gemacht.

Der ist handbedruckt und mit Schrägband- Akzenten im Handumdrehen genäht.

Mein neuer Sommershopper

Heute möchte ich Dir die Schritte zeigen, mit denen Du auch als Druck- oder Näh-Anfänger in nur zwei Stunden (!) diesen tollen, großen Shopper selber hinbekommst!

Dieser Shopper ist ein tolles Einsteiger- Projekt für mein Lieblingsthema BLOCKPRINTING!

Du brauchst dafür nicht einmal ein Schnittmuster. Wie Du Dir einen Stempel aus Gummi machst, zeige ich Dir in diesem TUTORIAL.

Die benötigten Materialien:

  • großer Stoffbeutel
  • Schere
  • Kreidestift oder Bleistift
  • Maßband
  • Stoffreste ( für das Futter und das Seitenteil)
  • Schrägband
  • Stecknadeln oder Steckklammern
  • Nähmaschine
  • Bügeleisen

Für den Stoffdruck:

  • einen Blockprint Stempel
  • Stoffdruckfarbe
  • Farbrolle
  • Unterlage für die Farbe ( ich habe ein Blatt Kopierpapier verwendet)
  • (Zeitungs-) Papier zum Schutz Deines Tisches
  • Bügeleisen
  • Fön

Selbstverständlich kannst Du auch fertig bedruckte Stoffreste verwerten, wenn Du erst einmal nur den Schnitt ausprobieren magst.


Schritte 1-4 im Uhrzeigersinn:

Zur Info vorweg:

Von der Größe Deines Stoffbeutels hängt die Länge des Mittelteils ab, das Du später ausmessen musst. Daher habe ich keine Größenangaben gemacht, vielleicht ist Dein Beutel ja kleiner oder größer. Das macht aber nichts, bei diesem „freestyle“ Schnitt ist es ganz einfach, auszumessen, welche Mengen Du insgesamt brauchst, wenn Du erst einmal Deinen Grundschnitt kreiert hast!

Schritt 1:

Falte Deinen Beutel in der Mitte ( Du kannst ihn auch erst bügeln, und so eine Bügelfalte für die Mitte kreieren (ich hab das nicht gemacht).

Schritt 2:

Zeichne Dir darauf mit dem Kreidestift oder einem Bleistift den Griff ein (siehe zweites Bild). Es sind im Prinzip nur 2 gerundete Linien.

Schritt 3:

Schneide die Form aus und trenne nun die Seitennähte des Beutels auf, bzw. schneide sie einfach knappkantig in einer unten gerundeten Form ab ( Foto3). Du hast jetzt Deine vorderen und hinteren Taschenschnitt-Teile.

Schritt 4:

Messe nun mit Deinem Maßband die Strecke, die Deinen Beutel bis zur Seitenhöhe ausmacht aus und schneide Dir in der Länge ein breites Stoffband mit 1cm Nahtzugabe zurecht. Wenn Du kein so langes Stoffstück übrig hast, nimm 2 Teile und nähe sie in der unteren Mitte zusammen. Die Breite des Stoffteils für die Seite bestimmst Du selbst.

Ich habe für die Breite 20cm inklusive Nachtzugabe genommen, weil ich extra viel Volumen erreichen wollte. Dieses Stoffstück kann aus derselben Farbe sein ( wie meins) oder anders, nimm, was Du zur Verfügung hast.

Am oberen Rand des Seitenteils braucht es keine Nahtzugabe, das wird später mit Schrägband versäubert.


Schritte 5-8 im Uhrzeigersinn:

Schritt 5:

Wenn Du Deine 3 Schnitteile (vorderes Taschenteil, hinteres Taschenteil und seitliches, breites Taschenband) hast, bügle sie einmal und lege sie flach auf eine Unterlage ( Papier reicht), um Deinen Tisch zu schonen, bevor Du mit dem bedrucken beginnst.

Schritt 6:

Rolle nun Deine Stoffarbe ( ich empfehle Marabu Textil Print Farbe 100ml in der Farbe Deiner Wahl, ich habe mein Lieblingsblau Primärcyan Nr.956 gewählt) auf Deinen Stempel. Die Farbe habe ich auf en Blatt Kopierpapier gelegt, zwei große Eßlöffel Farbe reichen.

Schritt 7:

Beginne in der Mitte Deines Stoffteils mit dem Drucken. Drucke weiter von der Mitte ausgehend, bis Du das ganze Schnittteil bedruckt hast. Hier kommt Deine Papierunterlage zum Einsatz: drucke einfach über den ausgeschnittenen Griffschnitt hinweg, damit Dein Muster weitergeht.

Schritt 8:

Lasse die Teile trocknen ( mit einem Fön gehts schneller) und fixiere die Farbe mit dem Bügeleisen.

Wenn Du damit fertig bist, schneide Deine 3 Futterteile mithilfe dieser fertig bedruckten Teile aus und lege sie zur Seite.


Schritte 9-12 im Uhrzeigersinn:

Schritt 9:

Falte das vordere Taschenteil in der Mitte und setze eine Stecknadel, ebenso in der Mitte vom Seitenband- Schnittteil.

Schritt 10:

Stecke nun von dieser Mitte ausgehen das Seitenteil ( rechts auf rechts) rund herum an dem vorderen Taschenteil fest, siehe Foto2.

Schritt 11:

An den Rundungen am unteren Ende der Tasche empfehle ich Dir, kleine Knipser zu machen, dann legt sich diese Rundung nach dem Zusammennähen besser und verringert die Faltenbildung.

Schritt 12:

Das wiederholst Du nun mit dem hinteren Taschenteil und nähst alle 3 Teile zusammen, Dein Taschen-Korpus (Außentasche) ist nun fertig!


Schritte 13-16 im Uhrzeigersinn:

Schritt 13:

Nähe die zur Seite gelegten Innenfutter-Teile wie eben bei der Außentasche beschrieben zusammen.

Schritt 14:

Lege das Futterteil links auf links IN DIE AUSSENTASCHE hinein, siehe Foto 2.

Schritte 15 und 16:

Suche Dir ein Schrägband aus und messe die Strecke KOMPLETT um den oberen Taschenrand herum aus.

Ich messe selber nicht, sonder stecke das Schrägband einfach mit Stecknadeln fest und rolle es ab, bis ich zum Anfang zurückkomme, das Band überlappt sich an der Stelle, an der es zusammentrifft, etwa 1cm. Das Band wird dann am Futter entlang einseitig festgesteckt, jedoch nicht zusammengeklappt.

Siehe Foto 4


Schritte 17-20 im Uhrzeigersinn:

EXTRATIPP: LABEL EINNÄHEN

Wenn Du ein Label-Etikett aufnähen möchtest (siehe Bild 1), musst Du es VOR dem Zusammennähen des Schrägbands machen.

Ansonsten gehe direkt zu Schritt 18 weiter.

Schritt 17:

Das Label kann außen mittig aufgenäht werden, Du kannst es auch mittig innen am Futter anbringen.

Schritt 18:

Stecke nun die die Grifföffnungen mit Nadeln fest, damit diese nicht verrutschen.

Schritt 19:

Nähe das Schrägband an Dein Futterteil.

Schritt 20:

Bügle das innen festgenähte Band dann mittig um und nähe es nochmal von außen.


Der letzte Schritt:

Beide Grifföffnungen werden nun einzeln wie oben beschrieben mit Schrägband ( Überlappung nicht vergessen) eingefasst und festgenäht. Das erfordert etwas Geduld ist aber nicht schwer, wenn Du dir alles mit Nadeln oder Klammern feststeckst, die Du beim Nähen mit der Nähmaschine peu à peu ( schrittweise) entfernst.

Zum Schluss kannst Du Deine Tasche noch einmal komplett bügeln und Dich zu recht an Deinem Werk erfreuen!


Tadaa!!! Fertig ist der Shopper und ich finde, der kann sich sehen lassen! Da passt so viel rein und was ich besonders an diesem Modell mag, ist die Tatsache, dass ich ihn beim Einkaufen an meinen Fahrradlenker hängen kann und er sich nicht in dem Vorderreifen verheddert.

Viel Freude beim Ausprobieren wünsche ich Dir!

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Liebe Grüße aus dem Atelier,

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